ROMCCXII
Das antike Rom auf 360° - Asisis Panorama „Rom 312“Buchstäblich ins Bild über das spätantike Rom setzte das weltgrößte 360°-Panorama „Rom 312“ des Berliner Künstlers Yadegar Asisi seine Betrachter im Asisi Panometer Leipzig: Von einer 12 Meter hohen Plattform in der Mitte des aufgespannten, 106 mal 31 Meter messenden Rundgemäldes aus öffnete sich der Blick weit über die antike Millionenstadt am Tiber, ihre Tempel, Thermen und Mietskasernen bis hin zu den Albaner Bergen am Horizont. Geschäftiges Treiben herrscht an diesem 29. Oktober 312 in der Stadt: Sie begrüßt den siegreichen Kaiser Konstantin und seine Truppen nach der Schlacht an der Milvischen Brücke gegen den Usurpator der Kaiserwürde Maxentius. Von November 2005 bis zum 1. Februar 2009 nahm das über 3.000 Quadratmeter umfassende Panorama im Asisi Panometer in Leipzig seine Betrachter mit auf eine Zeitreise in die Antike und zu Kaiser Konstantin.Das Rundgemälde, das auf dem historischen „Panorama von Rom mit dem Einzug Constantins im Jahre CCCXII“ von Josef Bühlmann und Alexander Wagner aus dem Jahre 1889 basiert, simuliert die legendäre Metropole auf den sieben Hügel fotorealistisch und im Maßstab 1:1. Abgüsse aus der Antikensammlung der Universität Leipzig, Gemälde, Architekturskizzen und Modelle berühmter stadtrömischer Bauwerke wie des Pantheons sowie kurzweilige Texte und freche Zitate antiker Persönlichkeiten gehörten hier zu den Exponaten im Asisi Panometer in Leipzig. Höhepunkt der Begleitausstellung war die 15 Meter hohe Anamorphose (räumliche Simulation) der nur in Fragmenten vorhandenen Kolossalstatue Kaiser Konstantins - die weltweit erste Rekonstruktion dieser Statue im Maßstab 1 Die Anamorphose des göttlichen Kaiser KonstantinDen Blick in die Ferne gerichtet, allem Irdischen entrückt, in den Händen Zepter und Weltenkugel als Zeichen seiner Macht: So thronte der römische Kaiser Konstantin als Kolossalstatue gewaltige 12 Meter auf einem 3 Meter hohen Sockel im Asisi Panometer in Leipzig – oder besser: schien zu thronen. Denn der Koloss war eine räumliche Simulation, eine Anamorphose, die mit der Wahrnehmung ihrer Betrachter spielt. 8848Everest360°Ehrfurcht vor dem höchsten Berg der Welt – Asisis Pilotprojekt, das 360°-Panorama „8848Everest360°“Auf 105 mal 35 Metern simulierte Asisis 360°-Panorama „8848Everest360°“ fotorealistisch die Bergwelt des Himalaja. Von einer 6 Meter hohen Plattform aus öffnete sich der Blick des Betrachters auf den Mount Everest und die ihn unmittelbar umgebenden Berge. Von hellblau bis aquamarin, von schneeweiß bis sattem Schwarz leuchtete diese hochalpine Welt. Die Präsentation der einzelnen Gipfel rückte für Asisi bei seinem Panorama in den Hintergrund. Ihm ging es um die Vermittlung des scheinbar grenzenlosen Raumgefühls des Hochgebirges. Ganz bewusst hatte Asisi deshalb als Beobachtungspunkt nicht den Gipfel des Everest gewählt, sondern das sogenannte „Tal des Schweigens“. Das Hochplateau dient allen Expeditionen auf den Everest als letztes Basislager vor dem Aufstieg. Auf diese Weise gewährte er Distanz- und bewahrte so für die Betrachter die Ehrfurcht vor dem höchsten Berg der Welt. Im Jahr 2002 hatte Yadegar Asisi selbst die Himalaja-Region besucht, um den Beobachtungspunkt für das Panorama festzulegen und die Atmosphäre des Ortes aufzunehmen. Aus Skizzen, Zeichnungen und digitalen Fotografien der Bergwelt und mit Hilfe von am Computer erstellten 3D-Modellen zur präzisen Vermessung der Gebirgsformationen entstand Stück für Stück in einer einzigartigen Technik aus Malerei und digitaler Bildbearbeitung das fotorealistische Panorama „8848Everest360°“. Begleitausstellung zu „8848Everest360°“ Begleitet wurde das damals größte 360°-Panorama der Welt von einer Begleitausstellung, ringförmig zwischen der Rückwand des Panoramas und der Innenseite des ehemaligen Gasometers eingebettet. |
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